Charlottenburg

19-Jähriger will Berliner Polizei davon rasen

Unter Drogeneinfluss hat ein Mann in der Nacht in Berlin unter anderem über die Autobahn versucht, der Polizei davon zu rasen.

Erst an der Masurenallee konnten die Beamten den Raser stoppen (Archivbild)

Erst an der Masurenallee konnten die Beamten den Raser stoppen (Archivbild)

Foto: Patrick Seeger / dpa

Beschlagnahme des Führerscheins, Entsieglung der Kennzeichen, Blutentnahme und mehrere Ermittlungsverfahren: Das ist das Ergebnis eines Polizeieinsatzes in der Nacht zu Mittwoch in Westend.

Die Beamten einer Zivilstreife bemerkten gegen 1 Uhr einen Renault auf der Stadtautobahn, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Während der Fahrt stellten die Polizisten einen Wert von 121 bei erlaubten 80 Stundenkilometern fest.

Als die Beamten an der Ausfahrt Hüttenweg versuchten, den Wagen zu stoppen, wollte der Fahrer zunächst flüchten, musste jedoch feststellen, dass er in den Wald fuhr und wendete dann. Nachdem er dabei fast mit dem Einsatzwagen zusammengestoßen war, setzte er seinen Weg fort und fuhr wieder auf die Autobahn in Richtung Charlottenburg. Dabei nutzte er alle drei Fahrstreifen und überschritt weiterhin die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Auf Martinshorn, Blaulicht und Anhaltesignale reagierte der Fahrer nicht. Nachdem der Renault die Autobahn am Dreieck Funkturm verlassen hatte, konnten die Polizisten das Auto schließlich an der Masurenallee anhalten.

Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht haftpflichtversichert war, so dass die Beamten die Kennzeichen an Ort und Stelle entsiegelten. Ein Urintest ergab, dass der 19-jährige offensichtlich unter Drogen stand, so dass er sich einer Blutentnahme unterziehen musste. Nachdem anschließend sein Führerschein beschlagnahmt worden war, konnte der Mann seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

Er sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahren unter Rauschmitteleinwirkung sowie Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz entgegen.