Kriminalität

Vermeintlicher Müll: Sprengsatz verletzt Feuerwehrmann

Ein Feuerwehrmann wollte auf der Kiefholzbrücke eine qualmende Tüte löschen. Dann gab es eine Explosion. Er wurde schwer verletzt.

Am Morgen sicherte ein Experte der Kriminaltechnik Spuren am Tatort

Am Morgen sicherte ein Experte der Kriminaltechnik Spuren am Tatort

Foto: Foto: ABIX / ABIX

In der Nacht zu Mittwoch wurden zwei Feuerwehrmänner bei der Detonation eines selbstgebauten Sprengsatzes in Baumschulenweg verletzt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren die beiden kurz nach 2 Uhr mit einem Rettungswagen zu ihrer Wache unterwegs. Während der Fahrt stellten die 35 und 33 Jahre alten Kollegen an der Kiefholzbrücke eine qualmende Tüte fest. Davon ausgehend, es handle sich um brennenden Müll, wollte der ältere Sanitäter den vermeintlichen Brand löschen. Doch als er die Tüte berührte, explodierte diese plötzlich.

Der Mann wurde durch umherfliegende Teile des von einem Unbekannten selbstgebauten Sprengsatzes schwer verletzt und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Sein Kollege erlitt ein Knalltrauma.

Die Besatzung eines mehrere Kilometer entfernt stehenden Streifenwagens konnte den lauten Knall ebenfalls wahrnehmen.

Die Kiefholzstraße wurde kurzfristig für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.