Flüchtlinge

Linksextreme wollen am Abend zum Lageso ziehen

Rund 200 Linke und Linksextreme wollen am Abend gegen Gewalt gegen Flüchtlinge demonstrieren.

Hunderte Flüchtlinge mussten am Dienstagnachmittag das Lageso-Gelände verlassen

Hunderte Flüchtlinge mussten am Dienstagnachmittag das Lageso-Gelände verlassen

Foto: Max Boenke

Am Donnerstagabend wollten linke und linksextreme Gruppen in Berlin gegen Gewalt gegen Flüchtlinge demonstrieren. Überall in Deutschland gebe es Anschläge auf Flüchtlingsheime, schrieben die Initiatoren auf dem linksradikalen Internetportal Indymedia. Dort wurde für eine Demonstration (19.00 Uhr) vom S-Bahnhof Wedding zum Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit aufgerufen. Angemeldet waren laut Polizei 200 Teilnehmer. Das Lageso ist die zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber in Berlin.

Die Berliner Grünen erklärten, der Brandanschlag auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge in Nauen in Brandenburg sei „ein weiterer trauriger Höhepunkt der seit Monaten anhaltenden Hetze“ und ein „Akt des rechten Terrors“. Mit Sorge verfolge man zudem den Brand in Reinickendorf.

Weitere Flüchtlingsunterkünfte in Berlin

Am Mittwoch war im Hausvaterweg in Berlin-Hohenschönhausen das vierte von sechs Wohncontainer-Heimen für Flüchtlinge eröffnet worden. Am Freitag sollten die ersten Flüchtlinge in die fünfte Container-Unterkunft am Hohentwielsteig in Zehlendorf einziehen. Nächste Woche eröffnet das sechste und letzte Container-Heim im Ostpreußendamm ebenfalls in Zehlendorf. Die sechs Container-bauten bieten 2200 Flüchtlingen Platz; sie kosteten rund 42 Millionen Euro.