Nach Unfall

Fahrer des Kleintransporters ins künstliche Koma versetzt

Nach dem schweren Unfall mit sechs Toten auf dem Berliner Ring ist der Fahrer noch nicht vernehmungsfähig.

Der Kleintransporter raste in einen stehenden Lkw. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, zwei weitere schweben in Lebensgefahr

Der Kleintransporter raste in einen stehenden Lkw. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, zwei weitere schweben in Lebensgefahr

Foto: ABIX

Auch Tage nach dem Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring mit sechs Toten hat die Polizei noch keinen Hinweis auf die Unglücksursache.

Der schwer verletzte Fahrer des Kleintransporters sei ins künstliche Koma versetzt worden, weil sich sein Zustand am Wochenende verschlechtert habe, sagte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am Montag. Auf absehbare Zeit könne der 27-Jährige nicht zum Hergang des Unfalls befragt werden.

So ist weiterhin unklar, ob möglicherweise Unachtsamkeit zu dem tragischen Unglück führte. Auch die Untersuchungen an dem völlig zerfetzten Fahrzeug auf einen möglichen technischen Defekt dauern an.

Ungebremst in einen Sattelzug gerast

Am Freitagnachmittag war der Kleintransporter mit acht Bulgaren an Bord auf der Autobahn A10 am Dreieck Barnim an einem Stauende ungebremst in einen Sattelzug gerast. Sechs Menschen starben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer und ein weiterer Reisender überlebten schwer verletzt. Ihr Zustand ist sehr kritisch, sie werden in zwei Berliner Krankenhäusern behandelt. Der Mitfahrer war bereits an der Unfallstelle ins künstliche Koma versetzt worden.

Unterdessen haben Rechtsmediziner in Potsdam mit der Identifizierung der Toten begonnen, wie eine Sprecherin des brandenburgischen Innenministeriums berichtete. Nach aufgefunden Dokumenten soll es sich um drei Frauen im Alter von 15, 30 und 61 Jahren sowie um drei Männer im Alter zwischen 18 und 36 Jahren handeln. Der schwer verletzte Mitfahrer ist vermutlich ein 25-jähriger Bulgare. Eindeutig identifiziert sei bislang aber nur der Fahrer, sagte die Sprecherin.