Neukölln

Polizei muss erneut im Columbiabad für Ruhe sorgen

Erneut Unruhe und Polizei im Columbiabad: Drei Anzeigen wegen Körperverletzung, versuchter Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Die Berliner Polizei musste auch am Dienstag wieder im Neuköllner Columbiabad für Ordnung sorgen.

Ein Fernseh-Team des RBB vor der Übertragung aus dem Bad gestört. Daraufhin wurde nach Morgenpost-Informationen die Polizei gerufen. Was genau vorgefallen war, ist noch unklar. Fest steht: Es liegen drei Anzeigen vor wegen Sachbeschädigung, versuchter Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Etliche minderjährige Badegäste ignorierten zudem während der Übertragung die Sperrung der großen Wasserrutsche und liefen darauf herum, nachdem das Wasser schon abgelassen worden war. Matthias Oloew, Sprecher der Berliner Bäderbetriebe, zeigte sich im anschließenden Interview sichtlich getroffen von dem erneuten Polizeieinsatz. Zu einem ähnlichen Vorfall war es bereits vergangenes Jahr gekommen, als auch ein Bademeister geschlagen wurde, was Amateur-Videoaufnahmen belegen.

Erst am Sonntag war es in dem Freibad am Columbiadamm zu Ausschreitungen gekommen. 6000 Badegäste mussten die Anlage vorzeitig verlassen. Am Dienstag schloss das Bad wie geplant um 20 Uhr.

Anmerkung der Redaktion: Eine erste Fassung dieses Beitrags erweckte den Eindruck, dass ein Bademeister bei den jetzigen Unruhen geschlagen worden sei. Dies war jedoch im vergangenen Jahr der Fall. Daher haben wir diesen Artikel überarbeitet.

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