Fahrerflucht

Unfallfahrer wegen seiner Neugier gestellt

Ein Autofahrer überfährt einen Fußgänger und flieht - doch kurz darauf kann ihn die Polizei stellen - weil der Mann einfach zu neugierig war.

Einen Täter zieht es immer an den Tatort zurück. Dieser alten kriminalistischen Regel folgte auch ein 74-Jähriger am Sonnabendvormittag in Moabit.

Der 74 Jahre alte VW-Fahrer war nach Polizeiangaben gegen 11 Uhr mit seinem VW von der Straße Alt-Moabit nach rechts in die Stromstraße abgebogen. Dabei hatte er einen 40 Jahre alten Fußgänger übersehen und mit seinem Wagen erfasst.

Der 40-Jährige prallte auf die Motorhaube, stürzte zu Boden und blieb verletzt liegen. Wie die Polizei weiter mitteilte, hätten Zeugen ausgesagt, der Fahrer sei kurz ausgestiegen, dann aber einfach weitergefahren, ohne dem Mann zu helfen. Das Unfallopfer kam in ein Krankennhaus.

Allerdings erkannte ein Polizeibeamter kurz darauf den 74-Jährigen wieder. Er hatte seinen Golf auf der anderen Kreuzungsseite geparkt und von dort die Spurensicherung bei ihrer Arbeit beobachtet. Polizisten sprachen ihn an und verlangten seinen Führerschein, den er aber nicht dabei hatte.

Die Beamten fuhren mit dem Mann in die Wohnung und fanden dort mehrere Kleinkaliberpatronen, für die der Mann keine Munitionsbesitzkarte vorweisen konnte. Es wird jetzt wegen Unfallflucht und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen ihn ermittelt.