Fahrerflucht

Betrunkener verursacht Crash am Checkpoint Charlie

Ein 23-Jähriger wollte in der Nacht an der Friedrichstraße überholen und verunglückte schwer. Seinen Beifahrer ließ er schwer verletzt zurück. Offenbar hatte er nicht einmal einen Führerschein.

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Bei einem schweren Autounfall an der Friedrichstraße in Mitte ist ein junger Mann lebensgefährlich verletzt worden. Der 26-Jährige musste von der Feuerwehr in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Checkpoint Charlie aus dem völlig demolierten Unfallwagen befreit werden.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Verunglückten um den Beifahrer eines Wagens, der von einem 23-Jährigen gesteuert worden war. Für den 26-Jährigen soll akute Lebensgefahr bestehen. Der Fahrer war laut Polizei betrunken gewesen und lediglich leicht verletzt worden. Er hatte den Unfallort beim Eintreffen der Polizei verlassen.

Nach Angaben von Zeugen wollte der 23-jährige Fahrer eines Citroën Saxo gegen 1.45 Uhr in Fahrtrichtung Rudi-Dutschke-Straße einen vor ihm fahrenden Nissan überholen. Als der Nissan genau in diesem Moment in die Zimmerstraße abbog, verlor der Fahrer des Citroën die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Auto prallte gegen Straßenpoller und stieß anschließend frontal gegen den Masten einer Straßenlaterne.

Nach Morgenpost-Informationen soll sich der 23 Jahre alte Unfallverursacher zuerst noch um seinen schwerst verletzten Beifahrer gekümmert haben. Der 26-Jährige hatte nach Polizeiangaben bei dem Aufprall mehrere Knochenbrüche an den Gliedmaßen und am Kopf sowie innere Verletzungen erlitten. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten das Dach des Unfallwagens abtrennen, um den 26-Jährigen zu bergen.

Der geflüchtete Unfallfahrer wurde wenig später von Polizisten in einem Krankenhaus in angetrunkenem Zustand angetroffen. Der Mann wollte sich dort aufgrund seiner leichten Verletzungen behandeln lassen. Die Überprüfung des 23-Jährigen ergab, dass er nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Außerdem war der Unfallwagen nicht versichert. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung, Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss sowie wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang führt die Polizeidirektion 3.

Der 26 Jahre alte Beifahrer wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses medizinisch betreut und schwebte am Sonntag weiterhin in akuter Lebensgefahr.

Radfahrer stirbt bei Kollision

Jede Hilfe zu spät kam am Sonnabend für einen Radfahrer, der in Charlottenburg in einem Verkehrsunfall verwickelt wurde. Der 46-Jährige war laut Polizei gegen 19 Uhr mit seinem Rennrad aus der Neuen Kantstraße in die Wundtstraße abgebogen und wurde dabei im Gegenverkehr von einem Taxi erfasst. Auf dem Weg in eine Klinik erlag der 46-Jährige seinen Verletzungen. Der Mann ist der fünfte Radfahrer, der in diesem Jahr in Berlin bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.