Niederschöneweide

Nur wenige Flüchtlinge können nach Brand zurück ins Heim

Foto: ABIX

Eine brennende Zigarette hat offensichtlich zu dem Brand im Flüchtlingsheim in Niederschöneweide geführt. Nun wird die Statik des Gebäude geprüft. 70 Flüchtlinge mussten woanders untergebracht werden.

Nach dem Brand in einem Flüchtlingsheim in Niederschöneweide vorerst konnte vorerst ein Teil der Bewohner am Montag zurückkehren. 19 Menschen seien wieder in ihre Zimmer im Erdgeschoss eingezogen, sagte eine Sprecherin der Senatssozialverwaltung am Montag. Das Gebäude werde gerade auf Statik geprüft, sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Montag im Sozialausschuss des Abgeordnetenhauses. 70 Flüchtlinge, die nach dem Brand ausziehen mussten, wohnen vorerst in dem benachbarten Heim, in anderen Unterkünften oder bei Freunden.

Die Betroffenen sind vorerst in einem Nachbargebäude, in einem Heim in Alt-Stralau sowie in einer Traglufthalle in Moabit untergekommen, wie Czaja weiter sagte. Bauaufsicht prüfe zurzeit, ob und wann die Menschen mal in ihre Zimmer dürfen, um ihre Habseligkeiten rauszuholen - vor allem ihr Geld.

Fremdeinwirkung ausgeschlossen

In dem Wohnheim an der Köpenicker Landstraße war am frühen Sonntagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Czaja bestätigte erste Angaben, nachdem eine Fremdeinwirkung als Brandursache ausgeschlossen werden könne. Auslöser vermutlich brennende Zigarette. Ein Bewohner des Heims, vermutlich der Verursacher, kam leicht verletzt ins Krankenhaus, konnte aber bereits am Sonntag wieder entlassen werden.

Mitbewohner hatten den Mann bereits aus dem brennenden Zimmer gezogen, als Rettungskräfte eintrafen. Die Feuerwehr, die mit vier Staffeln angerückt war, konnte den Einsatz wenige Minuten nach 5 Uhr am Sonntagmorgen beenden. Ein Brandkommissariat ermittelt.

( ab/dpa/ap )