Dreister Coup

KaDeWe-Raub - Dritter Verdächtiger in Griechenland gefasst

Drei Monate nach dem Raubüberfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe ist der dritte Tatverdächtige verhaftet worden. Er soll nun nach Berlin ausgeliefert werden.

Bei ihren Ermittlungen zu dem spektakulären Raubüberfall im KaDeWe wenige Tage vor Weihnachten 2014 kann die Berliner Polizei erneut einen Erfolg vermelden. Ein dritter mutmaßlicher Täter ist am Dienstag gefasst worden, teilte die Behörde einen Tag später mit.

Die Zeitverzögerung hat einen Grund. Die Festnahme des 29-Jährigen erfolgte in Griechenland. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der Hauptstadt mitteilten, hatte der Verdächtige versucht, mit falschen Papieren in die Türkei zu gelangen.

Ein Beamter der deutschen Bundespolizei, der an der Grenze zur Unterstützung eingesetzt worden war, hat den mit internationalem Haftbefehl gesuchten Mann dabei erkannt und seine Festnahme durch die griechischen Beamten veranlasst. Nun soll der Verdächtige nach Berlin ausgeliefert werden, ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt.

Zwei Komplizen bereits gefasst

Zwei mutmaßliche Komplizen des 29-Jährigen sind bereits gefasst. Einer der vermeintlichen Täter, ein 26-Jähriger, war bei seinen Verwandten im baden-württembergischen Aalen Ende März festgenommen worden. Er war dort untergetaucht. Ein weiteres 25 Jahre altes Mitglied der Räuberbande konnte am 18. März von der Berliner Polizei in seiner Wohnung an der Schönwalder Straße in Gesundbrunnen festgenommen werden. Auch das von den Räubern benutzte Tatfahrzeug ist ausfindig gemacht und sichergestellt worden.

Wenige Tag vor Weihnachten hatte eine fünfköpfige Bande einen Überfall auf das Luxuskaufhaus KaDeWe an der Tauentzienstraße verübt. Gegen 10.20 Uhr waren mehrere maskierte Männer in die Schmuckabteilung eingedrungen, hatten den Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma mit Reizgas besprüht und anschließend mehrere Vitrinen eingeschlagen. Daraus hatten sie zahlreiche hochwertige Uhren und Schmuck entwendet. Anschließend flüchteten sie mit einem Audi A4 Avant in Richtung Martin-Luther-Straße.

Die Ermittlungen des zuständigen Raubkommissariats im Landeskriminalamt (LKA) gehen unterdessen mit Hochdruck weiter. Denn noch sind zwei der Täter auf der Flucht.