Horsham

Berliner Studentin in Südengland ermordet

Eine 21-jährige Studentin aus Berlin soll in Südengland ermordet worden sein. Ihre Leiche wurde in einem brennenden Auto entdeckt. Ein 26-Jähriger wurde festgenommen - und eine 34-jährige Frau.

Foto: pa/empics/PA Wire

Vor einer Woche machten englische Feuerwehrleute auf einer Landstraße in Sussex nahe dem südenglischen Studienorts Brighton eine grausame Entdeckung. In einem brennenden VW-Jetta entdeckten die Einsatzkräfte die Leiche einer Frau. Wenige Tage später stand fest, dass es sich bei der Toten um die 21 Jahre alte Janet M. aus Berlin handelt. Sie starb laut der englischen Zeitung „Kent and Sussex Courier“ an einer Rauchvergiftung und wurde offenbar ermordet.

Die Berlinerin war eine Schülerin der privaten Kant-Schule in Wilmersdorf und ging nach dem Abitur zum Studieren nach England. Dort besuchte sie die Universität Brighton. „Janet hat 2012 ihr Abitur an der Kant-Schule gemacht und stand jetzt kurz vor ihrem Abschluss in Brighton“, sagte Andreas Wegener, Direktor ihrer ehemaligen Schule, der Berliner Morgenpost. „Wir sind alle sehr schockiert und können es noch nicht fassen. Wir haben Janet an unserer Schule aufs Leben vorbereitet. Zwölf Jahre lang hat sie die Schule besucht.“ Janet M. wurde bereits seit Donnerstag vergangener Woche vermisst. Nach Angaben des Schuldirektors reiste ihre Familie am Mittwoch dieser Woche nach England.

Mann und Frau unter Mordverdacht

Ein 26-jähriger Verdächtiger wurde laut „Kent and Sussex Courier“ wegen Mordverdachts festgenommen. Er sitzt weiter in Untersuchungshaft. Ebenfalls unter Verdacht, an der Tat beteiligt zu sein, steht eine 34-jährige Frau. Sie kam vorerst gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Bei dem Auto, in dem die Leiche gefunden wurde, soll es sich um einen Mietwagen handeln. Er wurde auf einer ruhigen Landstraße nahe eines Golf-Clubs gefunden. Wie die Untersuchungen ergeben hätte, sei Janet M. noch am Leben gewesen, als das Fahrzeug angezündet wurde.

Wie die englische Zeitung berichtet, hatte sich Janet M. zuletzt in einem Krankenhaus für psychisch Kranke aufgehalten. Ihre Familie wird derzeit von Spezialisten betreut, sagte eine britische Kriminalbeamtin. Obwohl man einen mutmaßlichen Täter verhaftet habe, erwarte man weitere Hinweise aus der Bevölkerung.