Fahndung

Polizei sucht Handy-Räuber mit Überwachungsbildern

An den U-Bahnhöfen in Kreuzberg wird rechnerisch etwa jede Stunde eine Straftat verübt. Bahnhöfe und Züge sind mit Kameras ausgerüstet. So wurde auch gefilmt, wie eine 59-Jährige ausgeraubt wurde.

Foto: Polizei Berlin

Mit Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Berliner Polizei nun nach einem Handy-Räuber. Der Unbekannte soll am 17. November 2014 in einem Zug der U-Bahnlinie 1 einer Frau das Handy entrissen und dann damit geflüchtet sein.

Als der an dem Tag um 9.50 Uhr im Bahnhof Möckernbrücke hielt, stellte sich der Mann neben sein späteres Opfer und tat so, als studiere er den Streckenplan. Plötzlich griff er nach dem Handy der 59-Jährigen. Die Frau hielt ihr Telefon fest, wurde dabei von der Sitzbank hochgerissen und in Richtung der offenstehenden Waggontür gezogen. Schließlich gelang es dem Täter, das Handy zu entreißen. Er flüchtete mit seiner Beute über den Bahnsteig und anschließend über die Rolltreppe zum Ausgang.

Der Täter wird von der Polizei wie folgt beschrieben:

  • 30 - 35 Jahre alt
  • etwa 1,75 Meter groß
  • normale Figur mit deutlichem Bauchansatz
  • schwarze kurze Haare
  • vermutlich Brillenträger
  • Tätowierung am rechten Unterarm

Er soll zur Tatzeit ein orangenes T-Shirt, eine graue Jeanshose, rote „Adidas“-Turnschuhe getragen haben und hatte einen rot-schwarzen Rucksack bei sich.

Die Kriminalpolizei fragt nun, wer Angaben zur Indentität des Mannes machen kann, wer Beobachtungen gemacht hat, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten – und wer mögliche Zeugen kennt.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 5 in der Jüterboger Straße 4 in Kreuzberg zu den Bürodienstzeiten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 573100 und außerhalb der Bürodienstzeiten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 571100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Jede Stunde eine Straftat an Kreuzberger U-Bahnhöfen

An den U-Bahnhöfen in Kreuzberg wird rechnerisch etwa jede Stunde eine Straftat verübt. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Verkehr auf eine parlamentarische Anfrage hervor. An 15 Bahnhöfen in Kreuzberg und vier Nachbar-Bahnhöfen wurden im vergangenen Jahr demnach 10270 Straftaten gezählt, fast dreimal so viele wie im Vorjahr.

Zu Gewalt kam es am häufigsten am Kottbusser Tor und am Görlitzer Bahnhof. Diebstahl-Hotspots waren am Halleschen Tor, am Kottbusser Tor und an der Hermannstraße in Neukölln. Die Zahl der registrierten Drogendelikte und Diebstähle verdoppelte sich nahezu. Zudem wurden fast sechsmal so viele Schwarzfahrer erwischt wie im Vorjahr. Alle Bahnhöfe werden mit Videokameras überwacht.