Mitte

Historisches Boot am Märkischen Ufer gesunken

Ein historisches Boot ist am Montagmorgen im Spreekanal am Märkischen Ufer untergegangen. Warum die „Barbarossa“ leck schlug, ist noch unklar. Verletzt wurde niemand.

Foto: Steffen Pletl

Im Spreekanal am Märkischen Ufer in Mitte ist am Montagmorgen ein Boot gesunken. Gegen 8 Uhr am Montag wurde die Feuerwehr ans Märkische Ufer in Mitte gerufen. Dort hatte der historische Schlepper „Barbarossa“ leckgeschlagen und war teilweise untergegangen. Nur noch das Fahrerhaus und der Schornstein guckten aus dem flachen Wasser. Warum der 104-Jahre alte Schlepper sank, blieb am Montag zunächst unklar. Hafenmeister Max Hiller vermutet, dass womöglich ein kaputtes Ventil Schuld haben könnte.

Die „Barbarossa“ war ursprünglich als Dampfschiff gebaut worden. Später wurde der Schlepper umgebaut – und sei bis zuletzt fahrtüchtig gewesen, erzählte Hiller. Erst vergangenen Woche sei das Schiff, das in Privatbesitz ist, von seinem Winterplatz in den Historischen Hafen gefahren worden. Auch am Sonntagabend sei noch alles in Ordnung gewesen, sagte der Hafenmeister.

Montagmorgen aber lag die Barbarossa schon schief im Wasser, als die Feuerwehr eintraf. Vorsorglich wurde zuerst eine Ölsperre um das Boot eingerichtet. Dann begannen unter den Augen schaulustiger Passanten die Bergungsarbeiten.

Feuerwehrtaucher stiegen ins flache Wasser und verlegten Seile um das Schiff. So konnte der Schlepper langsam wieder hoch gezogen und das Wasser abgepumpt werden. Gegen 13.30 Uhr hatten die Beamten ihren Einsatz dann beendet. Jetzt muss nur noch das Leck abgedichtet werden. Das übernimmt der Betreiber des Hafens, die Berlin-Brandenburgische Schifffahrtsgesellschaft übernimmt.

Verletzte gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers keine. Treibstoff soll auch nicht ausgetreten sein und die Ölsperre konnte entfernt werden. Es blieb am Montag zunächst unklar, warum die Barbarossa leck schlug. Anwohner berichteten, dass sie am Morgen einen Knall gehört hätten. Im Historischen Hafen liegen nach Angaben Max Hillers 30 alte Schiffe.

Foto: Steffen Pletl