Illegaler Waffenhandel

MGs, gekürzte Flinten, Pistolen - Waffenarsenal in Berlin ausgehoben

In einem Kellerverschlag in Gesundbrunnen fanden Polizisten bei einer Durchsuchung unterschiedlichste Waffen und Munition. Auch ein Büchsenmacher geriet ins Visier der Fahnder.

Foto: Polizei Berlin

Beamte des Landeskriminalamts vollstreckte gestern einen weiteren richterlichen Durchsuchungsbeschluss in einem seit November 2013 geführten Verfahren. Ermittelt wurde wegen des Verdachts des illegalen Waffenhandels. Ab 11.30 Uhr durchsuchten die Polizisten unter anderem die Wohn- und Geschäftsräume eines 42-jährigen Tatverdächtigen in der Bredowstraße in Gesundbrunnen.

In einem Kellerverschlag entdeckten sie zwei Maschinengewehre, zwei gekürzte Flinten, eine Kleinkaliberbüchse, vier Pistolen und mehrere hundert Schuss Patronenmunition unterschiedlicher Kaliber. Der 42-Jährige, der bereits aufgrund einschlägiger Straftaten polizeibekannt ist, wurde festgenommen. Gegen ihn wurde heute Mittag Haftbefehl erlassen, er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Der gestrigen Festnahme vorangegangen waren ebenfalls Ermittlungen gegen einen 26-jährigen gelernten Büchsenmacher aus Berlin, der in dringendem Verdacht steht, gemeinsam mit dem gestern Festgenommenen illegalen Handel aber auch Eigenbeschaffung von Schusswaffen betrieben zu haben. Der 26-Jährige wurde bereits im März des vergangenen Jahres festgenommen und verbüßt seit Ende Februar eine Haftstrafe.

Im Zuge der Ermittlungen wurden außerdem zwei Mittäter in Suhl, einer in Göttingen und weitere in Berlin namenhaft gemacht. Im März, Mai und Oktober des vergangenen Jahres erfolgten deshalb in dem Verfahren drei weitere Festnahmen.

Bei verschiedenen Durchsuchungen seit November 2013 fanden die Ermittler insgesamt 19 Pistolen und Revolver, vier Kriegswaffen, zwei Schrotflinten, wesentliche Teile für mindestens zehn komplette, moderne Kriegswaffen, 13 Handgranaten, Schalldämpfer, mehrere tausend Schuss Munition und Plastiksprengstoff.