Warschauer Straße

Rucksack legt stundenlang Verkehr am S-Bahnhof lahm

Entwarnung am Bahnhof Warschauer Straße: Die Polizei hat die Sperrung aufgehoben. Der Rucksack erwies sich als harmlos. Zuvor waren der S-Bahn- und später der Autoverkehr stundenlang beeinträchtigt.

Foto: Steffen Pletl

Der herrenlose Rucksack am S-Bahnhof Warschauer hat sich als ungefährlich erwiesen. Um 13.25 Uhr konnte die Bundespolizei Entwarnung geben. Die Warschauer Straße wurde umgehend wieder frei gegeben. Der Zugverkehr konnte wieder aufgenommen werden.

Der Auffindeort und die Bilder eines mobilen Röntgengeräts lassen die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen allerdings als plausibel erscheinen. Neben drei zylinderförmigen Gegenständen aus Metall mit einem Durchmesser von zehn Zentimeter und etwa 25 Zentimeter Länge enthielt das Gepäckstück auch einen Behälter mit Kontaktlinsenflüssigkeit sowie eine Fernbedienung für eine Playstation, sagte Jens Schobranski der Berliner Morgenpost. Hinweise auf den Besitzer liegen bislang nicht vor.

Zugverkehr zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof komplett unterbrochen

Der Rucksack war kurz vor 10 Uhr am Ende des Bahnsteigs hinter dem offiziell zugänglichen Teil auf einem Kabelschacht aufgefunden worden. Vorsorglich wurde zunächst der Bahnsteig evakuiert und ein Entschärferteam alarmiert. Von 10.45 Uhr an fuhren die Züge der Linien S5, S75 und S7 ohne Halt durch den Bahnhof.

Kurz vor 12 Uhr wurde der Zugverkehr zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof komplett unterbrochen. Der Rucksack wurde untersucht. Er habe an einer eher untypischen Stelle, auf einem Kabelschacht gelegen, sagte ein Sprecher. Sprengstoffexperten waren vor Ort. Das Gepäckstück wurde unter anderem zwei mal geröntgt.

Die Schutzpolizei hatte auch die Warschauer Straße für Fußgänger, Autos und Tram gesperrt, von Mühlen- bis Grünberger Straße so eine Polizeisprecherin.