Westend

Abfahrbereiter Reisebus am ZOB hatte ein Rad ab

Der Bus war mit 13 Fahrgästen besetzt und stand abfahrbereit am Zentralen Omnibusbahnhof. Kurz vor der Abfahrt nach Weißrussland zog die Polizei den Bus aus dem Verkehr.

Foto: Polizei Berlin

Die Berliner Polizei hat am Dienstagnachmittag einen Reisebus mit erheblichen technischen Mängeln aus dem Verkehr gezogen. Ein Mitarbeiter des Zentralen Omnibusbahnhofs Berlin (ZOB) bemerkte laut Polizei gegen 15 Uhr, dass an einem Scania-Bus an der Hinterachse ein Rad fehlte. Der Bus sollte nach Weißrussland fahren, war bereits abfahrbereit und mit 13 Fahrgästen besetzt.

Freimütig erklärte der 24-jährige Fahrer, dass die Radaufhängung an einer der beiden Hinterachsen auf der Fahrt von Hannover nach Berlin gebrochen war. Damit die freihängende Achse bei der Weiterfahrt nicht auf der Fahrbahn schleifen konnte, hatte er diese mit Gurten und Bändern an den Querlenkern festgebunden.

Die Polizisten kontrollierten den Bus genauer. Dabei offenbarten sich weitere Mängel. Unter anderen fanden die Spezialisten erhebliche Schäden an der Lenkung, den Bremsen und der Beleuchtung. Die Scheibenwischer waren ohne Funktion und die Frontscheibe gerissen.

Die obligatorische Sicherheitsüberprüfung und die Hauptuntersuchung waren mehrere Monate überschritten. Die Reisenden mussten aussteigen und sich andere Mitfahrgelegenheiten suchen. Die Kontrolleure stellten das Fahrzeug für ein technisches Gutachten sicher. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.