Friedrichshain

Polizei zerstört verdächtigen Koffer am Ostbahnhof

Am Ostbahnhof in Friedrichhain ist ein verdächtiger Koffer entdeckt worden. Einsatzkräfte der Bundespolizei sind alarmiert. Der Bahnhof wurde teilweise evakuiert.

Foto: Steffen Pletl

Eine Streife der Bundespolizei hat gegen 14 Uhr einen verdächtigen Koffer in der Nähe der Schließfächer im Gebäude des Ostbahnhofes im Friedrichshain entdeckt.

Ein Entschärfer-Team der Bundespolizei wurde alarmiert. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei der Berliner Morgenpost mitteilte, wurde ein Teil des Ostbahnhofes geräumt und abgesperrt. Auch die Brandschutztore wurden geschlossen. Die Züge fahren durch den Bahnhof durch, ohne zu halten. Der BVG-Busverkehr vor dem Bahnhof wurde eingestellt.

Als die Streifenbeamten den Koffer entdeckten, wurde mehrmals mit Lautsprecheransagen nach dem Besitzer des roten Koffers gesucht. Trotz der Ansagen hatte sich niemand gemeldet. Daraufhin sperrten die Beamten das Areal ab, räumten Teile des Bahnhofes und alarmierten die Bombenspezialisten der zuständigen Bundespolizei.

Ein ferngesteuerter Sprengroboter durchleuchtete den Koffer und stellte fest, dass er zwar weitestgehend leer ist, aber offenbar ein unidentifizierbares elektronisches Bauteil enthält. Der Koffer wurde mit einem sehr starken Wasserstrahl zerstört, der Inhalt bestand aus Kleidung und einem Ladekabel.

Die Sperrungen sind noch nicht aufgehoben.

"Offenbar versuchen immer wieder Menschen, ihren Müll auf diese Art und Weise zu entsorgen", sagte ein Bundespolizist der Berliner Morgenpost. "Es kommt häufiger vor, dass die Leute einfach irgendwelche Sachen in einen Koffer packen und irgendwo hin stellen. Durch dieses verantwortungslose Handeln wird unnötig Personal gebunden." So ein Einsatz würde sehr viel Geld kosten.