Tempelhof

Lkw-Fahrer gefesselt und palettenweise Zigaretten gestohlen

Unbekannte haben einen Lkw-Fahrer gefesselt, ihn auf eine Parkbank gelegt und sind dann mit dem Laster davon gefahren. Wenig später brannte der Lkw. Die Räuber waren da schon mit der Ladung fort.

Der dreiste Raub eines mit Zigaretten beladenen Lastwagens beschäftigt derzeit ein Raubkommissariat des Landeskriminalamtes. Einer Gruppe von Kriminellen war es am Montagmorgen in Tempelhof gelungen, den Fahrer zu überwältigen und die Ladung des Lastwagens an sich zu bringen. Danach wurde das leere Fahrzeug nach Polizeiangaben in Neukölln angezündet. Die Täter entkamen unerkannt mit der Beute.

Der 47 Jahre alte Fahrer eines mit mehreren Europaletten Zigaretten beladenen Lastwagens war am Montag gegen 5.50 Uhr in der Gottlieb-Dunkel-Straße angehalten, weil er einen offenbar auf die Straße gewehten Weihnachtsbaum beseitigen wollte, der im Weg lag. Doch wie es aussieht, war der Baum auf der Fahrbahn nur ein Trick der Räuber: Der Lkw-Fahrer wurde plötzlich von zwei Unbekannten festgehalten, die ihm einen Sack über Kopf und Oberkörper zogen. Dann wurde der Mann laut Polizei auf der Ladefläche gefesselt und nach ein paar Minuten Fahrt im Schlosspark Britz von den Tätern auf eine Parkbank gelegt. Der unverletzte Lkw-Fahrer konnte sich selbst befreien und die Polizei rufen – die Täter waren bis dahin jedoch längst weitergefahren.

Gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr dann ins Neuköllner Gewerbegebiet gerufen, weil an der Ecke Mittelbuschweg und Mierstraße ein Lastwagen brannte – es war das gestohlene Fahrzeug. Die Einsatzkräfte konnten ein vollständiges Ausbrennen verhindern, die Ladung blieb jedoch verschwunden. Die Räuber hatten sämtliche mit Zigarettenkartons vollgestellte Paletten offenbar vor der Brandlegung mit weiteren Komplizen in andere Fahrzeuge umgeladen und waren in unbekannte Richtung entkommen.