Spandau/Charlottenburg

Betrunkener Autofahrer flüchtet vor Polizei und landet im Gleisbett

Polizeibeamte haben Mittwoch früh in Westend einen Autofahrer vorläufig festgenommen, nachdem dieser bei einer Überprüfung in Siemensstadt geflüchtet war.

Zivilfahndern fiel gegen 3.30 Uhr ein "BMW" an der Rauchstraße in Hakenfelde auf, da dieser sehr zügig unterwegs war. Sie folgten dem Wagen und kontrollierten den Fahrer an einer Tankstelle an der Gartenfelder Straße. Als die Beamten seine Papiere überprüften, stieg der Mann wieder in den "BMW" und fuhr davon.

Die Polizisten folgten dem Wagen durch mehrere Straßen und forderten Unterstützungskräfte an. Während seiner Fahrt missachtete der Fahrer einige rote Ampeln. An der Charlottenburger Chaussee prallte das Auto fast mit einem Einsatzwagen zusammen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Beamte mit dem Streifenwagen aus und touchierte einen Baum.

Schließlich bog der "BMW" von der Charlottenburger Chaussee in die Rominter Allee in Westend ab, setzte seine Fahrt weiterhin mit hoher Geschwindigkeit fort und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Wagen fuhr über den Gehweg, durchbrach einen Schutzzaun und kam im Gleisbett eines Betriebsgeländes zum Stehen.

Der Fahrer stieg aus und rannte zu Fuß weg. Polizeibeamte folgten dem Mann, konnten ihn vorläufig festnehmen. Eine durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,3 Promille. Bei der Durchsuchung des "BMW" nahmen die Polizisten Haschischgeruch wahr und entdeckten Drogen.

Der 28-Jährige wurde zur Gefangenensammelstelle gebracht und musste sich dort einer richterlich angeordneten Blutentnahme unterziehen. Die Drogen, das Fluchtfahrzeug und der Führerschein des rasanten Autofahrers wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen hat der Verkehrsermittlungsdienst der Polizei übernommen.