Berlin-Kreuzberg

Einbrecher nach wilder Verfolgungsjagd festgenommen

Nach einem Wohnungseinbruch ist der Täter mit seine Komplizen quer durch Kreuzberg gerast. Dabei wurde ein Radfahrer erfasst, das Fluchtauto gerammt und der flüchtende Kriminelle angefahren.

Foto: schroeder

Auf der Flucht vor der Polizei wurde am Sonntagmittag ein mutmaßlicher Einbrecher von einem Streifenwagen in Kreuzberg überrollt und schwer verletzt. Vorangegangen war eine Verfolgungsjagd durch Kreuzberg, die sich der mutmaßliche Täter mit der Polizei lieferte.

Ein Passant hatte gegen Mittag einen Wohnungseinbruch an der Dessauer Straße bemerkt und die Polizei alarmiert. Dort soll der später verunglückte Mann in eine Wohnung eingebrochen sein. Nach Aussagen einer Polizeisprecherin setzte sich der Mann zu zwei weiteren Komplizen in einen wartenden VW-Polo, als die alarmierten Beamten an der Dessauer Straße eintrafen.

Das Trio trat mit dem Polo die Flucht an. Sie rasten mit hoher Geschwindigkeit zur Wilhelmstraße und bogen dort auf die Friedrich-Stampfer-Straße in Richtung Mehringplatz ab. Als es für das Fluchtfahrzeug auf der Fahrbahn kein Weiterkommen gab – die Gründe dafür sind noch unklar – wich der mutmaßliche Einbrecher auf den Gehweg aus und fuhr einen Radfahrer an. Die Fahrt endete nach Angaben einer Polizeisprecherin an einem Verkehrsschild.

Dann sprang der Mann aus dem Fluchtfahrzeug und rannte über die Straße. Dabei übersah er einen Streifenwagen der Polizei, wurde von diesem erfasst und verletzt. Ein weiterer Streifenwagen soll das Fluchtfahrzeug laut Augenzeugen gerammt haben. Dabei wurde den beiden Komplizen in dem Polo der Weg ins Freie versperrt.

Der verletzte Einbrecher kam nach Angaben der Polizeisprecherin in ein Krankenhaus. Auch die beiden anderen mutmaßlichen Einbrecher wurden in ein Krankenhaus gebracht. Begleitet von der Polizei. „Sie sind quasi festgenommen“, sagte die Sprecherin. Die Polizisten blieben unverletzt. Der angefahrene Fahrradfahrer wurde an der Hüfte verletzt, lehnte aber eine ärztlichen Behandlung ab. Er ging zu Fuß nach Hause. Der Verkehrsermittlungsdienst untersucht nun die genauen Umstände, die zu dem Unfall am Sonntag führten.