Berlin-Mitte

Zwei Verletzte bei Schlägerei vor Diskothek am Alexanderplatz

Vor einer Diskothek ist es am Alexanderplatz in Mitte zu einer Schlägerei zwischen Türstehern und Jugendlichen gekommen. Zwei junge Männer wurden dabei verletzt.

Foto: ABIX

In unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes in Mitte ist es in der Nacht zu Sonntag erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Weil zwei Türsteher ihnen nicht den Zutritt in eine Diskothek gewährten, legte sich eine Gruppe von Jugendlichen mit den Männern an. Zwei der Jugendlichen wurden bei der folgenden Schlägerei verletzt.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollten am Sonnabend insgesamt zehn Jugendliche gegen 22.20 Uhr die Diskothek „Traffic“ an der Alexanderstraße besuchen. Zwei 25 und 28 Jahre alte Türsteher verweigerten zunächst zwei Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren den Zutritt in den Club. Dem 16-Jährigen passte das offenbar überhaupt nicht. Er zog ein Messer aus der Tasche und bedrohte nach Polizeiangaben damit die Sicherheitskräfte.

Nach Zeugenaussagen soll der Jugendliche gedroht haben, die beiden Türsteher niederzustechen. Andere aus der Gruppe der Jugendlichen bewaffneten sich gleichzeitig mit Glasflaschen und bedrohten ebenfalls die Türsteher. Beim anschließenden Streit erlitten zwei Jugendliche Verletzungen. Ein 17-Jähriger wurde von dem 25 Jahre alten Türsteher ins Gesicht geschlagen. Er musste später in einer Klinik ambulant behandelt werden.

Ermittlung wegen Körperverletzung

Alarmierte Polizeibeamte nahmen alle Beteiligten der Auseinandersetzung vorläufig fest und brachten acht Jugendliche in eine Gefangenensammelstelle. Dort wurden sie erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurden sie entlassen, einige ihren Eltern übergeben. Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung mit Waffen, Landfriedensbruch und einem Verstoß gegen das Waffengesetz gegen die Jugendlichen. Gegen den 25 Jahre alten Türsteher wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Vor etwas mehr als zwei Jahren, in der Nacht zum 14. Oktober 2012, war an der Rathausstraße am Alex der 20 Jahre alte Jonny K. von sechs jungen Männern zu Tode geprügelt worden. Kurz nach der Tat, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte, hatte Innensenator Frank Henkel (CDU) mehr Polizeipräsenz in diesem Bereich gefordert. Doch zusätzliche Streifengänge und ein Kontaktmobil der Polizei, bekannt als Mobile Wache, konnten weitere Straftaten, etwa einen Mord im August dieses Jahres, nicht verhindern. Zudem kommt es regelmäßig zu Gewalttaten rings um den Alexanderplatz.

Erst im November war es vor der gleichen Diskothek zu einem Streit gekommen, bei der ein junger Mann mit einem Messer schwer verletzt wurde. Wenige Tage zuvor gab es am Alex drei Verletzte, als ein 16-Jähriger im Streit einen 19-Jährigen mit einer Glasflasche auf den Kopf schlug. Zwei Männer, die einschreiten wollten, wurden ebenfalls attackiert und verletzt. Der Jugendliche konnte von der Polizei auf einem Bahnsteig des U-Bahnhofs festgenommen werden.