Charlottenburg

Frau vermisst Ehemann und wird verhaftet

Doppeltes Pech hatte eine Frau, die Polizisten bei der Suche nach dem Ehemann um Hilfe bat. Der Ehemann war bereits verhaftet worden - und auch sie musste ins Gefängnis.

Eine schlechte Anlaufstelle hat sich eine 42-jährige Litauerin in der Nacht zu Dienstag in Berlin ausgesucht, um ihren verschollenen Ehemann wiederzufinden.

Wie die Bundespolizei mitteilte, sprach die Frau am Bahnhof Zoologischer Garten in Charlottenburg die Bundespolizei an, weil sie ihren Mann vermisste. Er sei seit einigen Stunden verschwunden und sie habe Angst, dass er einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.

Die Polizisten recherchierten nach und fanden schnell heraus, dass die Berliner Polizei den Mann bereits am Vortag bei einer Straftat überrascht und verhaftet hatte. Damit jedoch nicht genug: Auch die Frau stand auf der Fahndungsliste. Sie wurde bereits seit März 2014 mit Haftbefehl gesucht. Daraufhin nahmen die Beamten die 42-Jährige fest.

Demnach war die Frau im September 2013 vom Amtsgericht Brandenburg/Havel zu einer Geldstrafe von 500 Euro oder 50 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden. Da sie die Strafe nicht bezahlen konnte, muss sie jetzt ins Gefängnis. Die Polizei brachte die Frau zum Zentralen Polizeigewahrsam. Unbekannt sei, so die Bundespolizei, ob sie dort ihren Mann wiedergetroffen habe.