Streit

Polizei ermittelt nach Auseinandersetzungen in der S-Bahn

Gleich mit zwei Auseinandersetzungen in der S-Bahn musste sich die Polizei am Wochenende auseinandersetzen.

Zunächst hatten am Sonnabendmorgen zwei Männer in einer S-Bahn in Marzahn einem Mann den Inhalt eines Feuerlöschers ins Gesicht gesprüht. Wie die Bundespolizei erst am Montag mitteilte, hatte ein 27-jähriger Marzahner gegen 4 Uhr in der S7 Richtung Ahrensfelde den Feuerlöscher aus seiner Halterung genommen und einen schlafenden Mann besprüht. Der Täter verließ mit einem Komplizen am S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße den Zug.

Allerdings hatten Zivilfahnder die Tat beobachtet und nahmen den 27-Jährigen fest. Seinem Begleiter gelang die Flucht. Auch das Opfer ist noch unbekannt, da es mit der S-Bahn weiterfuhr. Der Täter gab an, er habe aus Spaß den Feuerlöscher benutzt. Gegen ihn wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und Missbrauchs von Nothilfemitteln ermittelt.

Wesentlich ernster verlief eine Auseinandersetzung am Sonntagnachmittag auf dem S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln. Dort hatten zwei Männer auf einen anderen Mann eingeschlagen. Als der 33-jährige Pole zu Boden ging, traten die beiden Täter weiter auf ihn ein. Der Mann erlitt schwere Prellungen und einen Kieferbruch.

Ein Zeuge, der die Tat beobachtet und die Polizei gerufen hatte, führte die Beamten zu einem Café in der Nähe, wo die beiden Verdächtigen im Alter von 25 und 35 Jahren saßen und Bier tranken. Beide wurden festgenommen. Sie sind bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt. Das Motiv für die Attacke ist noch unklar. Gegen den 25-Jährigen liegt eine Abschiebeverfügung vor, laut der er bereits im Dezember hätte ausreisen müssen.