Heiligensee

Wohnheim für Kinder und Jugendliche abgebrannt

In einem Wohnheim für Kinder und Jugendliche der Albert-Schweitzer-Stiftung im Bezirk Reinickendorf ist am Freitagabend aus bislang noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Ein Gebäude des dreiteiligen Bungalowflachbau-Komplexes am Mümmelmannweg im Ortsteil Heiligensee ist nach Angaben der Feuerwehr vollständig niedergebrannt. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten einen Schwächeanfall, sonst wurde niemand verletzt. Noch am Sonnabendvormittag waren Einsatzkräfte vor Ort, um letzte Glutnester zu löschen. Die Polizei vermutet fahrlässige Brandstiftung.

Eine Anwohnerin hatte gegen 19 Uhr eine Rauchentwicklung auf dem Gelände des Wohnheims entdeckt und laut Polizei die Feuerwehr alarmiert. Vier Löschstaffeln mit insgesamt 40 Einsatzkräften konnten lediglich das Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäudeteile verhindern. Grund dafür sei, dass der Brand das Flachdach entzündet hatte, in dem reichlich Bitumen verbaut war, das ungemein schwer zu löschen ist, hieß es am Sonnabend in der Feuerwehrleitstelle. Sechs Bewohner konnten von Mitarbeiter der Stiftung rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden auf die anderen Wohneinheiten des 1971 errichteten Kinderdorfes verteilt. Ein Brandkommissariat hat die Ermittlungen zur Ursache übernommen.