Mitte/Schöneberg

Teilnehmer von Palästinenser-Demo wollten Fanmeile stürmen

Hunderte Palästinenser haben am Sonnabend nahe der Fanmeile gegen die militärische Intervention Israels protestiert. Polizisten nannten die Demo „von aufgeheizter bis aggressiver Stimmung geprägt“.

Foto: Martin Lejeune / Martin Lejeune/dpa

Bei einer nicht angemeldeten Demonstration hat die Polizei am Sonnabend zehn Menschen festgenommen. Ungefähr 1000 Personen palästinensischer Herkunft hatten versucht, auf die Fanmeile auf der Straße des 17. Juni in Mitte zu gelangen. Den Beamten gelang es, die Menschenmenge zum Stehen zu bringen und verhinderte so, dass die Demonstranten auf das Fußballfest gelangen konnten. Die Beamten wurde mit Steinen und Pyrotechnik beworfen.

Der nicht angemeldete Aufzug der Palästinenser begann kurz nach 18 Uhr am Potsdamer Platz. Die zunächst ungefähr 1000 Menschen machten sich sofort auf der Ebertstraße auf den Weg in nördliche Richtung. Dann wurden sie von der Polizei gestoppt. Gemeinsam mit einem Verantwortlichen des Aufzuges ließ sich die Menschenmenge zurück zum Potsdamer Platz führen und von dort bis zum Wittenbergplatz in Schöneberg lenken.

Inzwischen war der Aufzug auf 1500 Teilnehmer gewachsen und an der Spitze warfen zum Teil vermummte Personen mit Steinen auf Beamte. Auch geparkte Autos wurden beschädigt. In Höhe der Potsdamer Straße endete der Aufzug gegen 20.45 Uhr. Auch zu diesem Zeitpunkt griffen Vermummte Polizeibeamte an, die vereinzelt Pfefferspray einsetzte.