Frankfurt (Oder)

Haftbefehle gegen zwei gesuchte Männer vollstreckt

Einen mit Haftbefehl gesuchten Mann aus Lettland haben Frankfurter Bundespolizisten am frühen Freitagmorgen auf der Bundesautobahn 12 festgenommen.

Gegen 4.15 Uhr kontrollierte eine Bundespolizeistreife einen Kleinbus aus Lettland auf dem Rastplatz Biegener Hellen an der Bundesautobahn 12. Einer der Insassen war ein 24-jähriger Mann, gegen den ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück (Niedersachsen) vorlag.

Der Mann soll sich falsche Ausweise beschafft haben und wurde aus diesem Grund im September 2013 vom Amtsgericht Nordhorn zu einer Geldstrafe von 3000 Euro oder ersatzweise 100 Tagen Gefängnis verurteilt.

Da der Lette die geforderte Geldstrafe zuzüglich Kosten in Höhe von 3145 Euro nicht aufbringen konnte, brachten ihn die Beamten in die Justizvollzugsanstalt nach Cottbus. Dort erwarten ihn nun eine Haftstrafe.

Am Donnerstag meldete sich ein Mann bei der Bundespolizei um eine Auskunft zu erhalten. Da gegen ihn ein offener Haftbefehl vorlag, folgte zunächst seine Verhaftung.

Gegen 12 Uhr kam ein 61-jähriger Pole in die Dienststelle der Frankfurter Bundespolizei. Er wollte sich eigentlich nur darüber erkundigen, ob er mit seinem polnischen Führerschein in Deutschland ein Fahrzeug führen darf.

Bei einer Kontrolle seiner Personalien kam heraus, dass ihn das Amtsgericht Rudolstadt im Mai 2010 rechtskräftig wegen Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe oder ersatzweisen Haft von 40 Tagen verurteilt hatte. Deshalb suchte die Staatsanwaltschaft Gera (Thüringen) seit November 2010 mit Haftbefehl nach dem 61-Jährigen.

Offenbar war dem Mann bekannt, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Er bezahlte die geforderte Geldstrafe zuzüglich Kosten in Höhe von 556,88 Euro vor Ort bei den Beamten und konnte nach Erhalt einer entsprechenden Quittung die Dienststelle wieder verlassen.