Frankfurt (Oder)

Fahrer wollte für 240 Euro gestohlenes Auto nach Polen bringen

Bundespolizisten und polnische Grenzschützer haben am Mittwochmorgen einen gestohlenen Ford Kuga sichergestellt. Das in Berlin entwendete Fahrzeug sollte über die Grenze nach Polen geschafft werden.

Eine gemeinsame deutsch-polnische Streife kontrollierte den Ford gegen 7 Uhr kurz hinter dem ehemaligen Grenzübergang Frankfurt (Oder) - Autobahn, auf polnischem Hoheitsgebiet.

Der 53-jährige polnische Fahrer konnte keinerlei Dokumente für das Fahrzeug vorlegen. Außerdem entdeckten die Beamten Beschädigungen am Schloss der Fahrertür und am Zündschloss. Am Fahrzeug waren Kennzeichen des Landkreises Bayreuth (Bayern) angebracht. Diese hatten jedoch gefälschte Zulassungsplaketten und gehörten auch nicht zu dem Kuga. Die Berliner Originalkennzeichen fanden die Beamten im Kofferraum.

Gesucht wurde nach dem Fahrzeug zwar noch nicht, jedoch stellte der angerufene Halter bei einem Blick aus dem Fenster fest, dass sein Wagen nicht mehr vor dem Haus stand.

Bei dem Fahrer wurde auch eine Atemalkoholkontrolle durchgeführt, welche einen Wert von 0,81 Promille ergab. Der Mann gab an, den Wagen in Berlin von einem Landsmann übernommen zu haben, um ihn für rund 240 Euro nach Polen zu bringen.

Der 53-jährige Mann aus Polen wurde wegen des Verdachts der Hehlerei, der Trunkenheit im Verkehr sowie des Kennzeichenmissbrauchs vorläufig festgenommen.