Mitte

Richter ordnet zwangsweise Vorführung eines Berliners an

Ein 21-jähriger Berliner ist am Montagmorgen zwangsweise einem Richter vorgeführt worden. Die Beamten überprüften den Kreuzberger auf dem Berliner Hauptbahnhof. Dabei wies sich der Mann mit einer Ladung für das Landgericht Berlin aus. Dort sollte er bereits seit zehn Minuten vorstellig gewesen sein.

Der Mann selbst fand seine Verspätung und den Umstand, dass das Gericht auf ihn wartete, anscheinend nicht so schlimm. Das sah der Vorsitzende Richter jedoch anders und ordnete umgehend die zwangsweise Vorführung des Angeklagten an. Üblicherweise führt das unentschuldigte Fernbleiben von einer Gerichtsverhandlung immerhin zum Erlass eines Haftbefehls.

In der Verhandlung wird über mehrere Straftaten aus 2011 entschieden. Der Angeklagte soll unter anderem auch Polizeibeamte bedroht und beleidigt haben.