Autobahn 115

Touristen verirren sich mit Rollkoffern auf die Avus

Auf der Avus war am Karfreitag ein Touristenpaar aus dem Baltikum unterwegs - zu Fuß mit Rollkoffern. Die Polizei fuhr sie zur nächsten Abfahrt. Sie spazierten auf einer normalen Straße weiter.

Foto: Massimo Rodari

Autofahrer staunten am Freitagvormittag nicht schlecht, als sie einen Mann und ein Frau auf der Avus, der Autobahn A115, in Charlottenburg entlang spazieren sahen. Nach Angaben einer Autofahrerin, die auch die Polizei über die „Falschläufer“ informierte, war das Paar mit ihren Rollkoffern auf dem Standstreifen der Avus auf der Höhe der Tribüne in Fahrtrichtung Zehlendorf unterwegs.

Nach Angaben eines Polizeisprechers haben Beamte des zuständigen Polizeiabschnitts das Touristenpaar schließlich hinter der Abfahrt Hüttenweg aufgelesen.

Fußmarsch an der nächsten Abfahrt fortgesetzt

Mit dem Funkwagen ging die Fahrt dann zur Abfahrt Spanische Allee in Nikolassee. Dort konnten die Touristen aus dem Baltikum nach einer Belehrung durch die Beamten ihren Spaziergang im öffentlichen Straßenland fortsetzen.

Die Gründe für den verbotenen Fußmarsch konnten aufgrund mangelnder Deutsch- und Englischkenntnisse der beiden Touristen nicht endgültig geklärt werden. In ihrem Land sei es aber üblich, dass die Autobahn auch für Fußgänger zugänglich sei, hätten sich die beiden gegenüber den Beamten geäußert. ag