Wilmersdorf

Unerlaubte Bargelddienste in Spielhallen - Durchsuchung

Beamte des Glücksspielkommissariats und Finanzermittler des Landeskriminalamtes haben im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume eines Spielhallenbetreibers in Wilmersdorf durchsucht.

Der 52-Jährige, der 30 Spielhallen in Berlin betreibt, ist verdächtig, Bargeldauszahlungen ohne die erforderliche behördliche Erlaubnis vorgenommen zu haben. Mit seinem Wissen sollen seine Angestellten den Spielhallenbesuchern auf Nachfrage in eineinhalb Jahren insgesamt ungefähr 6,7 Millionen Euro Bargeld ausgezahlt haben. Die Spielhallenbesucher mussten dafür nur unter Einsatz ihrer Bankkarten per Überweisung der entsprechenden Summe ihre Girokonten belasten.

Dieses Vorgehen fördert den Geschäftsbetrieb, weil dem Kunden, der seinem verspielten Geld nachtrauert und deshalb weitermachen will, der Umweg zum nächsten Geldinstitut erspart bleibt. Er kann praktisch sofort noch mehr Geld einwerfen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat der GmbH keine Erlaubnis nach dem Zahlungsdienstaufsichtsgesetz für das Auszahlungsgeschäft erteilt.

Bei der Durchsuchung wurden Beweismittel beschlagnahmt, die jetzt ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat im laufenden Ermittlungsverfahren einen sogenannten dinglichen Arrest über sechs Millionen Euro erwirkt. Damit kann der Geschäftsmann temporär nicht mehr über diese sechs Millionen Euro verfügen. Im Falle einer Verurteilung besteht die Möglichkeit, diese Summe dem Angeklagten dauerhaft zu entziehen.