Landfriedensbruch

Polizei durchsucht Wohnungen von Extremisten

Die Polizei hat in Berlin sieben Wohnungen von mutmaßlichen Linksextremisten durchsucht. Die Vorwürfe lauten auf Erpressung, Landfriedensbruch und Waffenbesitz.

Polizisten haben am Donnerstagmorgen in Berlin sieben Wohnungen von mutmaßlichen Linksextremisten durchsucht. Vier Verdächtige wurden festgenommen, einer davon wurde mit Haftbefehl gesucht.

Die Tatverdächtigen sollen im Juli ein Pärchen beleidigt, bedroht und beraubt haben. Zudem hatten im August in Hellersdorf rund 15 Täter eine Familie angegriffen. Darunter sollen auch die Tatverdächtigen gewesen sein. Die Täter hatten die Familie damals verfolgt und attackiert, die sich schließlich in ein Büro rettete. Die Gruppe hatte daraufhin die Tür des Büros durch Schläge bewschädigt.

Den Verdächtigen wird deshalb räuberische Erpressung, Landfriedensbruch und unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Die Beamten fanden zahlreiche Beweismittel, darunter „pyrotechnische Gegenstände“ und Drogen.

Der Rädelsführer soll ein 24-Jähriger sein, er wurde in seiner Wohnung im Märkischen Viertel verhaftet. Drei weitere Tatverdächtige im Alter von 17, 19 und 23 Jahren wurden in ihren Wohnungen in Hellersdorf, Kreuzberg und Neukölln festgenommen, später aber wieder entlassen. Der 24-Jährige wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl aussetzte.