Mitte

Motorradfahrer verunglückt bei Geschwindigkeitskontrolle im Tiergartentunnel

Die Berliner Polizei hat am Mittwochabend Geschwindigkeitskontrollen im Tiergartentunnel durchgeführt. Während des von 18 Uhr bis Mitternacht andauernden Einsatzes kam es kurz nach 22 Uhr zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer schwer verletzt wurde.

Rund zehn Beamte überprüften in beiden Richtungen des Tunnels insgesamt 18 Autos, drei Lastwagen sowie zwei Mopeds. In fünf Fällen nutzten die Verkehrsteilnehmer die gesperrten Fahrspuren (markiert mit rot leuchtenden Kreuzen auf der Anzeigetafel).

Dies wird mit dem Überfahren einer roten Ampel gleichgesetzt und wird mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 90 Euro sowie drei Punkten im Verkehrszentralregister geahndet. Ferner waren zwei Mopedfahrer verbotswidrig im Tunnel unterwegs.

Darüber hinaus stellten die Polizisten die Benutzung von Mobilfunktelefonen während der Fahrt, das Nichtanlegen der Sicherheitsgurte und Abstandsverstöße sowie vier Geschwindigkeitsüberschreitungen fest.

Den höchsten Wert ermittelten die Beamten bei einem Autofahrer, der im Tunnel mit 110 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 km/h unterwegs war. Den 21-Jährigen erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 280 Euro, vier Punkte im Verkehrszentralregister sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

Gegen 22.10 Uhr wurden die Polizisten zu einem Verkehrsunfall in der nach Norden führenden Röhre gerufen. Nach den bisherigen Erkenntnissen war ein Motorradfahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, als er die Kontrolle über seine Maschine verlor, auf die Fahrbahn stürzte und mehrere Meter über den Asphalt rutschte.

Der 32-Jährige zog sich eine Schulterverletzung zu, kam in eine Klinik und wurde stationär aufgenommen. Für die Bergung der "Suzuki" und die Unfallaufnahme war die Fahrbahn in Richtung Invalidenstraße bis etwa 23.30 Uhr voll gesperrt.