Brandenburg

Behinderte 18-Jährige im Huschtesee ertrunken

Der Tod einer behinderten jungen Frau aus Sachsen war anscheinend ein tragischer Unfall. Laut Polizei ist die 18-Jährige, die am Sonntag tot im Huschtesee (Landkreis Dahme-Spreewald) entdeckt wurde, ertrunken. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden oder ein medizinisches Problem als Todesursache, sagte eine Sprecherin am Montag. Die Entscheidung über eine mögliche Obduktion liege aber bei der Staatsanwaltschaft Cottbus. Der dort zuständige Sprecher hatte am Montag noch keine Akten zu dem Fall.

Die geistig behinderte Jugendliche aus Sachsen war zwei Tage lang verschwunden. 70 Feuerwehrleute, Polizisten und Freiwillige hatten - unterstützt von Polizeihubschraubern und mehreren Spezialhunden - nach der Vermissten gesucht. Zusätzlich wurden die Bürger über Lautsprecherdurchsagen auf den Fall aufmerksam gemacht. Am Sonntagmorgen war dann ihre Leiche gefunden worden.

Die junge Frau hatte mit einer Gruppe des Sächsischen Epilepsiezentrums in Radeberg ein paar Urlaubstage im Kinder- und Jugendzentrum Prieros verbracht. Ein Sprecher der sächsischen Behinderteneinrichtung sagte auf Nachfrage, die zehn Kinder und Jugendlichen seien von sechs qualifizierten Betreuern begleitet worden. Wie genau sie den Schutz der jungen Leute auf dem riesigen Gelände organisiert hätten, wollte er nicht beantworten. Die übrigen Teilnehmer seien noch am Wochenende nach Hause zurückgeholt worden.