Brandenburg

Sprengstoff auf Wohngrundstück entschärft

Experten des Landeskriminalamtes haben auf einem Grundstück in Neupetershain (Oberspreewald-Lausitz) Sprengstoff unschädlich gemacht.

Mehrere im Zuge von Ermittlungen entdeckte, gefährliche Gegenstände konnten nicht abtransportiert werden und wurden deshalb am Mittwoch vor Ort gesprengt, wie die Polizei in Cottbus mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren 30 Polizeibeamte, unterstützt von Feuerwehrleuten. Eine Spezialfirma entsorgte weitere gefährliche Chemikalien, die auf dem Grundstück gefunden worden waren.

Alle Anwohner in einem Radius von 100 Metern mussten zuvor vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Sie kamen bei Verwandten, Bekannten oder in einer Notunterkunft der Gemeinde unter.

Gegen den 43 Jahre alten Besitzer des Grundstücks werde ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Details zu dem Sprengstoff und zum Verdächtigen wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Anfang Juli waren auf einem Grundstück in Meuro (Oberspreewald-Lausitz) mehrere Tonnen Munitionsschrott aus beiden Weltkriegen entdeckt und abtransportiert worden. Gegen den 27 Jahre alten Eigentümer wird ebenfalls ermittelt. In der zum Kriegsende 1945 hart umkämpften Niederlausitz wird immer wieder Munition gefunden und von Waffennarren illegal gesammelt.