Berlin

Betrüger nach Enkeltrick festgenommen

Seit Anfang 2012 wurden beim Landeskriminalamt Berlin mehrere Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche geführt. Ermittlungen zufolge handelt es sich um ältere Frauen und Männer aus Kanada und Australien, die Opfer des so genannten "Enkeltricks" wurden und per Bargeldtransfer Geld überwiesen.

Die Geschädigten wurden telefonisch kontaktiert, wobei ihnen suggeriert wurde, dass es sich bei dem Anrufer um einen Bekannten oder Verwandten handeet. Die Täter täuschten eine schwere Krankheit oder eine andere Notlage vor, für die sie dringend finanzielle Unterstützung benötigten.

Das überwiesene Geld aus den Betrügereien wurde dann durch die als Geldabholer eingesetzten Finanzagenten "gewaschen" und an die Hintermänner übergeben. In diesem Zusammenhang wurden 21 Verfahren wegen Geldwäsche geführt, in denen 40 Tatverdächtige ermittelt werden konnten.

Im Ergebnis wurden bislang mehrere rechtskräftige Urteile von Geldstrafen in Höhe von mindestens 1800 Euro bis hin zu Freiheitsstrafen von einem Jahr und acht Monaten erwirkt. Dieser Umstand führte gleichzeitig dazu, dass ein Rückgang der gemeldeten Fälle mit dieser Vorgehensweise festzustellen war. Weitere Gerichtsverhandlungen dauern an.

"Rate mal, wer hier spricht?" - Mit diesen Worten melden sich angebliche Verwandte oder Bekannte am Telefon, täuschen eine Notlage vor und fordern hohe Bargeldbeträge.

Die Polizei Berlin empfiehlt:

- Seien Sie misstrauisch!

- Lassen Sie sich nicht aushorchen!

- Rufen Sie selbst einen nahen Verwandten an und überprüfen so die Angaben des Anrufers!

- Übergeben oder überweisen sie niemals Geld an einen Fremden! Übergeben Sie auch keine Wertsachen!

- Informieren Sie sofort die Polizei - Notrufnummer: 110!

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