Malchow

Motorradfahrer tödlich verletzt - Geldstrafe

Nach einer tödlichen Kollision mit einem 26-jährigen Motorradfahrer muss ein Autofahrer eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen. Der 34-Jährige sei einen einzigen Moment unachtsam gewesen, urteilte ein Berliner Amtsgericht am Dienstag. Es sprach ihn der fahrlässigen Tötung schuldig. Der Biologe hatte den Biker im September 2011 beim Linksabbiegen im Berliner Ortsteil Malchow erfasst. Das Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen und starb noch an der Unfallstelle.

„Ich bin langsam abgebogen, aber ich habe das Motorrad nicht gesehen“, sagte der Angeklagte unter Tränen. Er war nach Aussagen von Zeugen bei grüner Ampel langsam losgefahren, um von der Dorfstraße in den Blankenburger Pflasterweg einzubiegen.

17 km/h zu schnell

Das entgegenkommende Motorrad sei erkennbar gewesen, berichtete in der Gerichtsverhandlung ein Zeuge, der mit seinem Auto seinerzeit dem Angeklagten gefolgt war.

Der aus Brandenburg stammende Motorradfahrer war nach Berechnungen eines Gutachters maximal 67 Stundenkilometer schnell gewesen. Aufgrund einer mangelnden Beschilderung habe das Opfer davon ausgehen können, dass 70 Stundenkilometer bis zur Ampel zulässig waren, hieß es. Aktuell sei nur maximal Tempo 50 erlaubt. Doch der Autofahrer hätte das Motorrad sehen können und müssen.