Köpenick

Polizei entdeckt nach Suizid eine mumifizierte Leiche

Feuerwehrbeamte haben am Donnerstag in Berlin-Köpenick nach einem Fenstersturz aus einer Dachgeschosswohnung einen weiteren Leichnam entdeckt.

Gegen 11.15 Uhr stürzte ein Mann, offensichtlich in suizidaler Absicht, aus einem im 5. Stock gelegenen Fenster eines Wohnhauses der Mahlower Straße.

Anwohner alarmierten die Feuerwehr. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 39-jährigen Mannes feststellen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stiegen mittels einer Drehleiter durch das geöffnete Fenster in die Wohnung und entdeckten in einem Zimmer eine mumifizierte Leiche. Dabei soll es sich um die Frau des Mannes handeln, mit der er auch Zwillinge im Alter von einem Jahr sowie einen Sohn von etwa vier Jahren hatte.

Die Frau wurde zuletzt vor etwa zwei Monaten gesehen. Anwohner waren der Annahme, dass die Frau ausgezogen sei, denn oft habe es lautstarken Streit gegeben.

Sie habe sehr zurückgezogen gelebt und kaum Kontakt zu den Mitbewohnern des Hauses gepflegt. Der Mann soll bei einem Recyclingunternehmen im Schichtbetrieb gearbeitet haben. Vorher war er nach Angaben von Anwohnern zehn Jahre bei der Bundeswehr.

Die Familie ist dem Jugendamt bekannt. Die Kinder sind offenbar bereits vor mehreren Wochen in Obhut genommen worden.