Brandenburg/Havel

Geldstrafen wegen Fischdiebstahls

Zwei Männer sind in Brandenburg an der Havel wegen Fischdiebstahls zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach sie am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers schuldig, im vergangenen Oktober im Rietzer See 14 Aale im Wert von mehr als 200 Euro aus Reusen entwendet zu haben. Ein 37 Jahre alter Angeklagter muss 50 Tagessätze zu 30 Euro zahlen, ein 36-Jähriger 50 Tagessätze zu 35 Euro. Beide Männer hatten in dem nur wenige Stunden dauernden Prozess die Aussage verweigert. Die Staatsanwaltschaft hatte noch höhere Geldstrafen verlangt, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.

Die gestohlenen Aale waren in den Reusen mit Chips und Farbmarkierungen versehen. Deshalb konnten sie dem Besitzer, der Fischereischutzgenossenschaft „Havel“ Brandenburg, zweifelsfrei zugeordnet werden. Das Unternehmen schätzt den Schaden für die Genossenschaft durch Fischdiebstahl, die Beschädigung von Fanggeräten und Fischwilderei im Schnitt auf mehr als 100.000 Euro pro Jahr.