Tempelhof/Lichtenberg

Zwei SPD-Parteibüros von Unbekannten attackiert

Erneut sind Parteibüros der SPD in Berlin Ziel von Farbschmierereien geworden. Wie die Polizei mitteilte, wurde vor das Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert in Berlin-Tempelhof vermutlich in der Nacht zu Montag von Unbekannten mit schwarzer Farbe die Parole "Rache für Dortmund" aufgeschmiert. Außerdem wurden zwei mit Lackfarbe gefüllte Gläser gegen die Hausfassade in der Friedrich-Wilhelm-Straße geworfen. Eine Anwohnerin alarmierte am Morgen die Polizei.

An die Fassade des SPD-Kreisbüros in Lichtenberg schmierten Unbekannte ebenfalls eine Parole, die einen Zusammenhang zu dem jüngsten Vorgehen der Behörden in Nordrhein-Westfalen gegen die rechtsextreme Szene nahelegt. Ein Hausmeister in der Rathausstraße alarmierte am Morgen die Polizei.

In beiden Fällen hat der Politische Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Am Donnerstag hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) drei rechtsextremistische Gruppen verboten, darunter den "Nationalen Widerstand Dortmund".

Außerdem wurde ein Gebäude der Freien Universität mit verschiedenen Einrichtungen in der Binger Straße in Wilmersdorf Ziel einer Farbattacke. In der Nacht zu Montag bewarfen unbekannte Täter das Gebäude mit Farbbeuteln. Sie begossen die Zugangstreppe mit Farbe und sprühten auf die Straße die Parole "War starts here". Auch hier hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

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