Berlin

Tausende ziehen mit Fuckparade durch die Stadt

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Tausende Menschen haben am Sonnabend in Berlin mit der sogenannten Fuckparade gegen die Verdrängung angestammter Einwohner aus ihren Kiezen demonstriert. Der Protest richtete sich zugleich gegen die geplante Tariferhöhung der Gema und die Inhaftierung der russischen Band Pussy Riot. Der Zug zieht durch Prenzlauer Berg, Mitte und Kreuzberg.

„Wir sind mit etwa 4000 Menschen am Mauerpark gestartet, zwischendurch ist der Zug dann auf etwa 5000 angewachsen“, sagte Sprecher Thomas Rupp auf Anfrage. Später wurden rund 9000 Teilnehmer gemeldet. Die Polizei wollte zur Teilnehmerzahl keine Angaben machen. Einem Sprecher zufolge gab es zunächst keine Zwischenfälle.

Die Fuckparade gibt es seit 1997. Damals hieß sie noch Hateparade und verstand sich als Gegenveranstaltung zur Loveparade, die 2006 das letzte Mal in Berlin stattfand.