Brandenburg

Viele Unwettereinsätze für Polizei und Feuerwehr

Nach dem schweren Unwetter in Ostbrandenburg musste die Feuerwehr in Frankfurt (Oder) bis Dienstagmorgen mehr als 100 Mal ausrücken. Rund 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um umgestürzte Bäume und abgerissene dicke Äste von Straßen zu beseitigen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Einsatzbilanz hervorgeht.

Mehrere Bäume waren auf Autos gefallen, andere auf Oberleitungen der Straßenbahn gestürzt. Regenmassen überfluteten am Montagabend auch einige Fahrbahnen. „Es kam zu Verkehrseinschränkungen“, sagte Einsatzleiter Gerd Giese.

Für Dienstagabend hatte der Deutsche Wetterdienst erneut teils unwetterartige Gewitter angekündigt. Auch in der Nacht zu Mittwoch sei mit kräftigen Gewittern über Brandenburg und Berlin zu rechnen, hieß es in einer Mitteilung. Lokal könne es zu orkanartigen Böen und heftigem Starkregen kommen.

In Frankfurt (Oder) stürzten am Montagabend 56 Bäume auf Straßen, Gebäude und Gehwege, wie die Stadt berichtete. Dachsteine, Markisen und Überdachungen lösten sich. Die Oberleitung der Straßenbahn wurde in einer Straße durch umgestürzte Bäume und herabfallende Äste beschädigt. Mitarbeiter des Bauhofes und der Straßenunterhaltung hatten bis Mitternacht die gefährlichsten Schäden an und auf Straßen beseitigt. Über das Ausmaß der Schäden lag zunächst keine Bilanz vor.

Auch im Landkreis Barnim tobten am Montagabend Sturm und Regen: Dort rückte die Feuerwehr 73 Mal aus. Bäume stürzten um, Ziegel flogen durch die Luft. Noch am Dienstag meldeten Bürger umgestürzte oder windschiefe Bäume, wie ein Sprecher der Leitstelle Nordost in Eberswalde (Barnim) sagte. Die Aufräumarbeiten dauerten an. Eine Bilanz von Schäden und Verkehrsunfällen lag zunächst nicht vor.

Wie die Polizei im Landkreis Dahme-Spreewald berichtete, schlug ein Blitz in Krugau in einen Baum ein, der beim Fallen eine Starkstromleitung beschädigte. Auch bei Guben (Spree-Neiße) wurden mehrere Bäume entwurzelt.