Charlottenburg

Ohne Führerschein, aber unter Drogen - Autofahrer gestellt

Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Verstoß gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz, Verdacht des Kennzeichendiebstahls, dazu ein demolierter Mietwagen und ein abgeknickter Ampelmast, so lautet die Bilanz einer Autofahrt von zwei 26 Jahre alten Männern in der Nacht zu Sonntag in Berlin-Charlottenburg.

Aufgrund ihrer recht zügigen Fahrweise fielen die zwei Männer einer Polizeistreife des Abschnitts 24 auf dem Spandauer Damm auf. Als sie in ihrem gemieteten BMW die Polizisten bemerkten, fuhren sie noch schneller und ignorierten eine rote Ampel. Beim Rechtsabbiegen vom Spandauer Damm auf die Sophie-Charlotten-Straße verlor der Fahrer die Kontrolle über den BMW und stieß frontal gegen einen Ampelmast, der dadurch abknickte. Fahrer und Beifahrer, beide unverletzt, flüchteten zu Fuß.

Hilfe bekamen die Beamten durch einen Passanten, der den Flüchtenden in die Quere kam und ihnen ein Bein stellte. Durch das beherzte Eingreifen des nächtlichen Spaziergängers gingen beide zu Boden. Die Polizisten konnten den Beifahrer festnehmen.

Der Fahrer war zwar zunächst entkommen, wurde aber von anderen Polizisten festgenommen. Er gestand die Einnahme von Drogen und gab an, dass er keinen Führerschein hat. Sein Freund hatte einen Teleskopschlagstock bei sich. In dem Mietwagen fanden die Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel und ein als gestohlen gemeldetes Kennzeichen. Wer das Fahrzeug gemietet hatte, blieb zunächst unklar.