Marienfelde

Rund 80 NPD-Anhänger bei Demonstration

Rund 80 Anhänger der rechtsextremen NPD sind am Freitagabend durch Berlin-Marienfelde gezogen. Wie die Polizei gegen 22 Uhr mitteilte, blieb es friedlich. Es habe mindestens eine vorläufige Festnahme und zwei Strafanzeigen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Rechtsextremen wurden vielerorts von Passanten und Gegendemonstranten am Straßenrand mit Pfiffen empfangen.

Die beiden Seiten wurden durch ein Polizeiaufgebot getrennt und auf Distanz gehalten, sagte der Sprecher.

Die Teilnehmer der NPD-Kundgebung starteten unter dem Motto „Zeit zu handeln – Kriminelle Ausländer raus“ von der Marienfelder Allee/Ecke Hildburghauser Straße aus.

Der Titel bezieht sich offenkundig auf das Motto einer linken Gegendemo „Zeit zu handeln – kein Platz für Nazis“, die rund eine Stunde vorher am U-Bahnhof Lipschitzallee in Neukölln begonnen hatte. Nach Polizeiangaben zogen dabei rund 300 Teilnehmer durch den Stadtteil, in dem vor einer Woche ein 22-Jähriger mit türkischen Wurzeln erschossen und zwei Jugendliche lebensgefährlich verletzt worden waren. Ursprünglich wollte die Neonazis ebenfalls in Neukölln demonstrieren.