Kreuzberg

36-Jähriger aus U-Bahnhof gehetzt und verprügelt

Erneut haben unbekannte Täter einen Mann aus einem Berliner U-Bahnhof gehetzt und brutal verprügelt. Der 36-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Der Mann war in der Nacht zu Donnerstag mit drei Männern im U-Bahnhof Möckernbrücke in Kreuzberg in Streit geraten, wie die Polizei mitteilte. Als er versuchte, vor der Auseinandersetzung zu fliehen, und wegrannte, verfolgten ihn die Angreifer durch den Bahnhof. Als er auf die Straße rannte, holten sie ihn ein und prügelten auf ihr Opfer ein. Durch die Schläge und Tritte verletzten die Täter den 36-Jährigen schwer im Gesicht. Nur weil Zeugen, die die Prügelei bemerkt hatten, mutig einschritten und dem Opfer halfen, flüchteten die Täter. Bislang hat die Polizei keine Spur von den Männern.

Der Fall weckt Erinnerungen an die tödliche Flucht des 23-jährigen Giuseppe Marcone, der im vergangenen Jahr auf der Flucht vor Schlägern in Panik auf den Kaiserdamm in Charlottenburg rannte und von einem Auto erfasst wurde. Der junge Mann starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen. Auch er war gemeinsam mit einem Freund im U-Bahnhof Kaiserdamm von jungen Männern attackiert worden. Als er und sein Freund sich dem Streit entziehen wollten, verfolgten die Schläger sie bis auf die Straße, auf der Giuseppe Marcone schließlich von dem Auto angefahren wurde. Die zwei Angreifer wurden Ende März zu Bewährungsstrafen verurteilt.