Brandenburg

Toter Münchner - Haftbefehl gegen drei Tatverdächtige

Knapp zwei Monate nach dem Gewaltverbrechen an einem Münchner in einem Waldstück nahe der A9 Berlin-Leipzig in Sachsen-Anhalt ist Haftbefehl gegen drei Tatverdächtige erlassen worden. Die Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird Raub mit Todesfolge vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Christian Preissner am Donnerstag in Dessau-Roßlau sagte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 39-Jährige auf seiner Fahrt mit einem gemieteten Transporter zwischen einer Tankstelle in Cobbelsdorf und der Auffahrt zur Autobahn 9 in Köselitz in die Hände der mutmaßlichen Täter gelangt ist. Gegen einen vierten Tatverdächtigen werde ermittelt.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt und Brandenburg kamen den Männern auf die Spur, weil sie mit der Geldkarte des Opfers hohe Summen Bargeld von Bankautomaten in beiden Bundesländern abgehoben sowie mit der Karte Waren bezahlt hatten. Zudem gab es Parallelen zu ähnlichen Betrügereien in Brandenburg, sagte Preissner. Die Ermittler suchten mit Bildern aus Überwachungskameras von Bankautomaten nach den mutmaßlichen Tätern, ferner wurden Telefondaten ausgewertet.

Der Mann war von München aus zu seiner Mutter in Trittau (Schleswig-Holstein) unterwegs. Das letzte Lebenszeichen des Münchners war Anfang Januar von einer Tankstelle in der Nähe der Autobahn 9 gekommen. Seine Leiche wurde dann später in einem Waldstück in dem Transporter entdeckt. Laut Preissner starb der Mann infolge massiver Gewalteinwirkung.