Spandau

Katze "warnt" vor Feuer - Brandstifter festgenommen

Mehrere Mieter eines Wohnhauses in Wilhelmstadt haben vermutlich einer Katze zu verdanken, dass ein Brand in der Nacht zu Sonnabend rechtzeitig entdeckt werden konnte. Gegen 0.45 Uhr bemerkte ein 35-jähriger Bewohner des Hauses an der Zimmerstraße, dass seine Katze unruhig wurde. Daraufhin stellte er Rauch im Treppenhaus fest und informierte seinen 21-jährigen Nachbarn. Gemeinsam warnten sie die übrigen Mieter des viergeschossigen Baus und alarmierten die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte löschten in einer Parterrewohnung, in der niemand anzutreffen war, das brennende Wohnzimmer. Die beiden 21 und 35 Jahre alten Männer kamen wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Weitere Mieter wurden nicht verletzt.

Erste Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der Wohnungsinhaber kurz zuvor aus dem Gebäude gerannt sein soll. Polizeibeamte wurden in der Nähe auf ihn aufmerksam und nahmen ihn fest.

Da er im Verdacht steht, dass Feuer selbst gelegt zu haben, wurde er dem zuständigen Brandkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt. Dort gestand der psychisch kranke Mann die Tat. Er soll am Sonnabend im Laufe des Tages einem Richter zum Erlass eines Unterbringungsbeschlusses vorgeführt werden.