Spandau

Mutter lebt mit fünf Kindern in verschmutzter Wohnung

Aufgrund von Hinweisen und des Umstandes, dass die Mutter von fünf Kindern zuvor nicht erreicht werden konnte, suchten Dienstagmittag Ermittler des zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes gemeinsam mit Sozialarbeitern des zuständigen Jugendamtes eine Wohnung in Spandau auf.

Als die Beamten die Fünfzimmerwohnung gegen 13 Uhr betraten, war lediglich der 30-jährige Lebensgefährte der Frau anwesend. Die 27-jährige Mutter war unterwegs. Die Wohnung, in der es unangenehm nach Urin roch, befand sich in einem katastrophalen Zustand. Auf allen Fußböden fanden sich Unrat und Bekleidungsstücke. Matratzen und Decken waren verdreckt und nicht bezogen.

Die Kinderzimmer waren als solche kaum erkennbar. Die Tapeten waren teilweise abgekratzt, die Wände beschmiert. Altersentsprechende Spielzeuge und Pflegemittel waren nicht zu finden.

Die Küche war ebenfalls verschmutzt und zugestellt. An den gestapelten Töpfen und Geschirrteilen fanden sich verdorbene und bereits verkrustete Essensreste. Frische Lebensmittel waren nicht vorhanden. Die zwei Bäder der Wohnung waren kaum zu nutzen.

Die fünf Kinder, vier Mädchen im Alter von zwei bis neun Jahren sowie ein siebenjähriger Junge, die sich in der Schule oder im Kindergarten befanden, wurden von den Mitarbeitern des Jugendamtes in Obhut genommen.

Die Mutter, die schließlich telefonisch erreicht werden konnte, als auch deren Lebensgefährte sehen nun einem Ermittlungsverfahren wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht entgegen, welches bei dem zuständigen Fachkommissariat des Landeskriminalamts geführt wird.