Berlin

194 Unfälle wegen glatter Straßen in der Hauptstadt

Eisglatte Straßen haben am Montagmorgen zu zahlreichen Verkehrsunfällen in der Hauptstadt geführt. Bis in den Vormittag hinein krachte es 194 Mal, wie die Polizei mitteilte. „Das ist etwas mehr als üblich. Aber die Unfälle gingen Gott sei Dank alle glimpflich aus“, sagte ein Polizeisprecher auf dapd-Anfrage. Schuld an den glatten Straßen war Eisregen, der pünktlich zur Rushhour einsetzte.

Besonders häufig krachte es auf Brücken. In Treptow-Köpenick ereigneten sich auf der Spindlersfelder Brücke vier Unfälle, in die acht Autos involviert waren. Auch auf der Modersohnbrücke in Friedrichshain-Kreuzberg rauschten zehn Fahrzeuge bei vier Unfällen ineinander. Personen wurden laut Polizei nicht oder nur leicht verletzt.

Nicht nur die Polizei, auch die Straßenreinigung hatte gut zu tun: „Bis 6.30 Uhr war alles ruhig, aber dann setzte der Eisregen ein und die Rutschpartie ging los“, sagte der Sprecher der Berliner Stadtreinigung, Bernd Müller. Mit 160 Fahrzeugen sei die komplette Streu-Flotte der Stadtreinigung im Einsatz gewesen. „Das war der erste richtige Wintereinsatz, den wir in diesem Jahr bestritten haben“, sagte Müller.

Wegen der vollen Straßen seien viele Streufahrzeuge jedoch nicht schnell genug zu ihrem Einsatzort gekommen. „Deshalb appellieren wir immer an die Autofahrer, Platz zu machen, wenn im Rückspiegel ein Streufahrzeug zu sehen ist“, sagte Müller.