Berlin

Durchsuchungen bei rechtsextremer Musikszene

Wegen Volksverhetzung und der Verbreitung von rechtsextremen Propagandamitteln sind Wohnungen und weitere Objekte von Mitgliedern der rechtsextremen Musikszene in Berlin und Brandenburg von der Polizei durchsucht worden. Rund 120 Beamte waren am Dienstag bei den Razzien in drei Wohnungen, Gewerberäumen und Kellerräumen in Berlin sowie in zwei Wohnungen, auf einem Grundstück und in einer Garage im brandenburgischen Velten im Einsatz, wie ein Berliner Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte.

Es wurden Beweismittel, darunter ein Luftdruckgewehr ohne Zulassungszeichen, Computer, Datenträger sowie mehrere tausend, versandfertige CD beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

Die Durchsuchungsmaßnahmen richteten sich unter anderem gegen einen 43-jährigen Berliner Musiker und seine 38-Jährige Lebensgefährtin. Beide gehören der rechtsextremen Szene an. Bei den sichergestellten mehreren 1000 versandfertigen CD's soll es sich um Aufnahmen der Gruppe XXX handeln, die bis vor wenigen Jahren unter dem Namen „Deutsch Stolz Treue“. Ein Polizeisprecher wollte dies mit verweis auf die noch andauernde Auswertung des gesicherten Beweismaterials zunächst nicht bestätigen. Aus Ermittlerkreisen hieß es allerdings, der 43-Jährige sei Sänger der besagten Band.