Bad Saarow

Wachmann angeschossen und schwer verletzt

Im brandenburgischen Bad Saarow ist ein privater Wachmann angeschossen worden. Der 31-Jährige erlitt innere Verletzungen und musste notoperiert werden. Der Täter flüchtete unterdes unerkann. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zu einem früheren Überfall aus.

Ein 31-jähriger Wachmann ist am Sonntag auf einer Pferdekoppel in Bad Saarow (Oder-Spree) angeschossen und schwer verletzt worden. Das Opfer musste notoperiert werden, teilte die Polizei mit. Seine Begleitung, eine junge Frau, konnte sich in das Haus retten, das das Opfer bewacht hatte. Nach den Schüssen gegen 7:20 Uhr flüchtete der Täter zunächst zu Fuß, dann auf einem Motorrad. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zu einem früheren Überfall aus, der Grund für die Beschäftigung des Wachmannes in Bad Saarow gewesen war.

Vor sechs Wochen war eine 58-jährige Frau schwer verletzt worden. Ein Unbekannter hatte sie am Hauseingang überfallen und ihr Stockschläge auf den Kopf versetzt. Der Täter wurde damals von drei Hunden in die Flucht geschlagen. Im Anschluss engagierte die damals betroffenen Familie Schutz – den nun angeschossenen Wachmann.

Nach den Schüssen am Wochenende sucht die Polizei Zeugen. Weil es zunächst nur wenige Hinweise gab, recherchierten Beamte weitläufig im Umfeld. „Wir suchen Puzzle um Puzzle zusammen“, sagte ein Sprecher am Montag. Zu den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalisten gehört, dass der Täter etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß ist. In beiden Fällen war er mit einer schwarz-gelben Militärtarnjacke, Stiefeln und einem Helm mit Netz bekleidet.