Brandenburg

Privater Wachmann angeschossen

Im brandenburgischen Bad Saarow (Landkreis Oder-Spree) ist am Sonntagmorgen ein privater Wachmann angeschossen worden. Der 31-Jährige erlitt innere Verletzungen und musste notoperiert werden, wie die Polizei mitteilte. Der Täter flüchtete unerkannt. Eine Begleiterin des Sicherheitsmannes konnte sich unverletzt in das Haus retten, das sie bewachten. Der Angeschossene brach schwer verletzt auf einer Pferdekoppel zusammen.

Die Ermittler gehen laut Polizei davon aus, dass die Tat in der Gemeinde südöstlich von Berlin im Zusammenhang mit dem Angriff auf eine Frau am 22. August steht. Die 58-Jährige wurde im Eingangsbereich ihres Hauses am Friedrich-Engels-Damm von einem maskierten Täter mit einem Knüppel niedergeschlagen und schwer verletzt. Erst als ihre drei Hunde auf den Angreifer losgingen, flüchtete dieser.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Angreifer in beiden Fällen um die selbe Person handelt. Das Opfer hatte den Wachmann zum Schutz der Familie engagiert. Nach Angaben eines Polizeisprechers liegen bislang keine Hinweise zur Tatmotivation vor. Die Fahnder seien auf Zeugenhinweise angewiesen.

Angreifer trug Tarnanzug und Helm

Der Täter war nach Aussagen der Begleiterin bei dem Angriff auf den Sicherheitsmitarbeiter bekleidet mit einem Militärtarnanzug und schwarzen Schnürstiefeln. Er trug einen Militärhelm mit Netz vor dem Gesicht. Der Täter flüchtete zunächst zu Fuß in Richtung Silberberger Straße. Ermittlungen deuten darauf hin, dass er dann mit einem Motorrad davonfuhr.

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Täter machen können oder etwas Verdächtiges bemerkt haben. Hinweise nehmen die Mordkommission der Kriminalpolizei in Frankfurt (Oder) unter der Bürgertelefon-Nummer 0700/33 33 0335 oder 0335/561 31 15 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Nach dem Angriff auf die 58-Jährige Ende August hatte ihre Familie eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.